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Argumentieren

Das Argumentieren ist eine zentrale Sprach- und Schreibhandlung bzw. Kulturtechnik in der Erst-, Zweit- und Fremdsprache und ermöglicht damit die Beteiligung an gesellschaftlichen, sozialen und politischen Prozessen. Neben dieser besonderen gesellschaftlichen Bedeutung des Argumentierens stellt es für Lernende eine wichtige – schulische - Kompetenz dar, da das Argumentieren in seinen unterschiedlichen Facetten und Modellierungen in der Schule im Schriftlichen wie auch im Mündlichen eine zentrale Diskursfunktion in allen Fächern darstellt.  

Bei der wissenschaftlichen Beschäftigung des Fachdidaktikzentrums mit dem Thema ist es insbesondere von Interesse zu ergründen, welche Herausforderungen das argumentierende Schreiben mit sich bringt, wie sich die schriftliche Argumentationskompetenz der SchülerInnen entwickelt, wie sie mit Blick auf Medialitäts- und Diskursspezifik modelliert und im Sprach- und Fachunterricht in der Erst-, Zweit- und Fremdsprache gefördert werden kann.

Das Argumentieren steht im Mittelpunkt von zahlreichen Entwicklungs- und Forschungsprojekten, Qualifizierungsarbeiten und Publikationen. Im Entwicklungsprojekt MeLa (Mehr-sprachliche Bildung - Entwicklung und Erprobung von Language Awarenesskonzepten im Unterricht aller Fächer (Erasmus+ Projekt) stand etwa die Entwicklung eines didaktischen Modells (das ProFo-Modell) im Vordergrund, das im Zuge eines sprachbewussten Fachunterrichts das Argumentieren als eine in allen Fächern zentrale Kompetenz anbahnt.

Im Sparkling Science Projekt „Das Universum gleicht einem Fußball – oder doch nicht? Entwicklung wissenschaftlicher Textkompetenz von SchülerInnen in mehrsprachigen Klassen durch metatextuelle Diskurse zu ungelösten Fragen der Naturwissenschaft“ wurde durch ein didaktisches Setting, im Zuge dessen sich Lernende mit ungeklärten Fragen der Naturwissenschaften auseinandersetzten, die wissenschaftliche Textkompetenz von SchülerInnen gefördert. Dabei verfassten die Lernenden im Rahmen von materialgestützten Aufgabenstellungen argumentierende Texte, in denen sie zu strittigen Sachverhalten eine differenzierte Argumentation entwickelten. Forschungsprojekte in diesem Bereich beschäftigen sich zudem auch mit der Frage, wie schriftliche Argumentationskompetenzen (Textsorte: Erörterung) durch ein didaktisches Setting, welches auf die Förderung von Textbeurteilungskompetenz fokussiert, gefördert werden können. (Forschungsprojekt: „die argumentation war etwas dürftig“ – zur Textbeurteilungskompetenz von Lernenden“, Dissertation).

Im jüngsten Projekt des Zentrums mit dem Titel „DiaLog: Schüler_innen diskutieren kontroverse Fragen zum Klimawandel. Entwicklung schriftlicher Argumentationskompetenz in der Erst-, Zweit- und Fremdsprache Deutsch im mehrsprachigen europäischen Kontext" (Erasmus+ Projekt) wird der verbreitete didaktische Ansatz der Förderung von schriftlicher Argumentationskompetenz durch vorgeschaltetes mündliches Argumentieren auf seine Wirksamkeit für den Kontext Deutsch als Erstsprache, Deutsch als Zweitsprache und Deutsch als Fremdsprache hin untersucht. Dabei werden zwei verschiedene mündliche Diskussionsverfahren, nämlich zum einen das Rollenspiel, in dem SchülerInnen eine Pro- und Kontra-Position einnehmen müssen, und andererseits ein Verfahren, bei dem Lernende nur aus ihrer eigenen Perspektive argumentieren müssen, in ihrer Effektivität das schriftliche Argumentieren zu fördern, verglichen.

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